Hartmanns
willerkopf



Exakt 110 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und zehn Jahre nach dem historischen Festakt in Gegenwart der beiden Staatspräsidenten Gauck und Hollande wurde am 3. August 2024 ein weiteres bedeutendes Zeichen der Erinnerung und Versöhnung gesetzt: die Einweihung der Skulptur "Paperbomb" auf dem Hartmannswillerkopf.




Der Hartmannswillerkopf war während des Ersten Weltkrieges erbittert umkämpft. Zwischen 1914 und 1916 kam es zu heftigen Gefechten, in denen Zehntausende ihr Leben ließen. Während die französischen Soldaten den Hartmannswillerkopf den „Berg des Todes“ nannten, bezeichneten ihn die Deutschen als „Menschenfresserberg“.

Heute ist der Hartmannswillerkopf nicht nur eine Gedenkstätte, sondern auch ein lebendiger Ort des Austauschs und seit letztem Jahr Teil des UNESCO-Welterbes.


Die feierliche Zeremonie, zu der Helmut Augustin, Vorsitzender des Salon Diplomatique, Folker R. Zöller, der französische Honorarkonsul in Mannheim sowie Jean Klinkert, Präsident der Gedenkstätte geladen hatten, zog zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft von beiden Seiten des Rheins an. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht, die Justizministerin des Landes Baden-Württemberg Marion Gentges, der Präfekt des Departements Haut-Rhin, Thierry Queffelec, sowie zahlreiche Abgeordnete, Bürgermeister und Landräte und Mitglieder des konsularischen Corps.
In seiner Ansprache hob Oberbürgermeister Christian Specht die Bedeutung des Hartmannswillerkopfs als Symbol für die Sinnlosigkeit und das Leid des Krieges hervor und betonte zugleich seine Rolle als Ort der deutsch-französischen Freundschaft und des gemeinsamen Lernens. Er erinnerte daran, dass am 3. August 1914 das Deutsche Reich Frankreich den Krieg erklärte und hier tausende Soldaten ihr Leben verloren. Helmut Augustin betonte die Bedeutung der Skulptur "Paperbomb" als Symbol der Fragilität des Friedens. Die Skulptur soll an historisch bedeutenden Orten in Frankreich und Deutschland installiert werden, um an die Grausamkeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu erinnern und den Frieden zu fördern. Nach den Ansprachen wurden zwei große Gestecke an der Gedenkstätte niedergelegt. Das Programm umfasste zudem Lesungen von Soldatenbriefen durch deutsche und französische Jugendlichen, darunter Schüler des Mannheimer Ludwig-Frank Gymnasiums sowie eine Gedenkminute für die Kämpfer und Opfer des Ersten Weltkriegs.









