Mannheim


Am 9. Mai 2025, dem Europatag, wurde im historischen Zeughausgarten der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die Skulptur "Paperbomb" feierlich enthüllt. Die Wahl dieses Ortes ist bewusst gesetzt: Das Zeughaus, einst Symbol militärischer Macht, wird durch die Installation zu einem Raum der Reflexion. Wo früher Waffen lagerten, steht nun eine Bombe aus Papier – fragil wie der Frieden selbst. Der Garten verkörpert so zugleich menschliches Wachstum und die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.

Zu den prominenten Gästen zählte unter anderem Pierre Lévy, ehemaliger französischer Botschafter in Russland, Polen und Tschechien, der 2024 mit dem Ehrentitel Ambassadeur de Franceausgezeichnet wurde. Lévy sagte: „In Moskau wird die Erinnerung gelenkt, um Macht zu sichern. Hier aber wird sie gepflegt, um Frieden zu stiften.“ Justizministerin Marion Gentges (CDU) schlug in ihrer Rede den Bogen zur Vergangenheit: Sie erinnerte an die erbitterten Kämpfe am Hartmannswillerkopf, wo eine weitere "Paperbomb" bereits steht. „Dort, am Berg des Todes, wie ihn Franzosen und Deutsche gleichermaßen nennen, wirkt die Skulptur über die Geschichte hinaus. Sie ermöglicht ein Gedenken ohne Grenzen.“

Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) fand eindringliche Worte. Er erinnerte daran, dass im Zeughaus einst Kanonenkugeln lagerten, um sich gegen Angriffe aus Frankreich zu wappnen – heute stehe an diesem Ort ein Denkmal der Versöhnung. „Paperbomb zwingt uns, uns der Geschichte zu stellen. Sie verwandelt diesen Garten in einen Ort der Hoffnung – in einen Friedensgarten.“






Der Zeughausgarten ist der erste Ausstellungsort von "Paperbomb" in Deutschland. Die ausgestellten Skulpturen in Frankreich – am Hartmannswillerkopf, in Tulle und Oradour-sur-Glane – bilden gemeinsam mit ihr ein transnationales Mahnmal. Sie erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt und setzen zugleich ein kraftvolles Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft.


