Tulle



Am 9. Juni 2024 hat sich in Tulle das Massaker an 99 unschuldigen Zivilisten sowie die Deportation von über 150 weiteren Zivilisten, von denen 101 nie zurückkehrten, zum 80. Mal gejährt. Zum Gedenken der Opfer wurde an diesem Tag eine Zwei-Meter-Variante von "Paperbomb" am zentralen Gedenkort, dem Champ des Martyrs, von François Hollande, dem ehemaligen französischen Präsidenten, enthüllt.


Als Symbol des Friedens steht die Skulptur einer deutschen Künstlerin, ausgestellt auf einer französischen Gedenkstätte, für die deutsch-französische Annährung und Freundschaft.

Die Zeremonie wurde von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft beider Länder begleitet. Redner erinnerten an die Bedeutung einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur. Die Installation versteht sich als Mahnung gegen das Vergessen und als Aufruf zu dauerhaftem Dialog.


Am darauffolgenden Tag besuchte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron die Gedenkstätte mit der neu installierten Skulptur in Tulle, bevor er sich mit Bundespräsident Steinmeier in Oradour-sur-Glane traf.



In Oradour-sur-Glane überreichte der Bundespräsident seinem französischen Amtskollegen Macron eine Miniaturausgabe der Skulptur, welche die Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit wachhalten und gleichzeitig als Symbol der Versöhnung und des Dialogs dient. „Die Skulptur ‚Paperbomb‘ reflektiert die Zerbrechlichkeit des Friedens und die Notwendigkeit seiner Bewahrung. Sie steht für unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und gemeinsam für eine friedliche Zukunft zu arbeiten“, erklärte Steinmeier.








